Vorbereitung

In der Vorbereitungsphase eines Windparks muss die grundsätzliche Machbarkeit geprüft werden. Diese hängt maßgeblich von folgenden drei Faktoren ab:

Rechtliche Machbarkeit = Flächennutzungsplanung oder § 35 BauGB

Der Bau eines Windparks ist im Außenbereich, das heißt im nicht bebauten Bereich von Ortschaften nach § 35 Baugesetzbuch (BauGB) grundsätzlich privilegiert. Das bedeutet, dass grundsätzlich überall auf der Gemarkung einer Gemeinde ein Windpark gebaut werden darf. Allerdings nur wenn die immissionsschutzrechtlichen Bestimmungen nach Bundesimmissionsschutzgesetz eingehalten sind. Dazu zählen etwa ausreichende Abstände des Windparks von Wohngebäuden, um Lärmgrenzwerte einzuhalten, Schattenwurf zu minimieren oder auch um bestimmte Schutzgebiete (Natur-/Landschaftsschutzgebiete) zu schonen.

Eine Gemeinde – oder ein Regionalverband – hat allerdings die Möglichkeit über die sogenannte Flächennutzungsplanung (oder Regionalplanung) besondere Gebiete, sogenannte Konzentrationszonen (oder Vorranggebiete) auszuweisen, in denen ein Windpark entstehen darf. Alle anderen Gebiete außerhalb dieser Konzentrationszonen sind damit vom Bau für Windenergieanlagen ausgeschlossen. Will ein Investor einen Windpark bauen, muss er zunächst prüfen, ob die Gemeinden eine Flächennutzungsplanung hat und falls ja, wo diese speziell ausgewiesenen Gebiete liegen.

Verfügbarkeit der Flächen = Grundstückssicherung

Hat der Investor potenzielle Standortflächen identifiziert, muss er sich um die Grundstückssicherung kümmern, also Eigentümer der Grundstücke, die sich grundsätzlich für einen Windpark eigenen, müssen identifiziert werden. Der Investor nimmt dann Kontakt mit den Grundstückseigentümern auf, um ihnen ein Angebot für die Anpachtung der Grundstücke zu machen.

Im Elztal wurde hierfür in den Jahren 2012 bis 2014 ein umfangreiches Pacht-Pooling-Verfahren durchgeführt, an dem über 100 unterschiedliche Eigentümer privater und kommunaler Flächen teilgenommen haben und entsprechende Verträge unterzeichneten.

Wirtschaftliche Machbarkeit = Windmessungen/Windhöffigkeit

Ob sich ein Windpark an einem bestimmten Standort wirtschaftlich lohnt, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab (siehe auch Wirtschaftlichkeit). Ein sehr wichtiger Faktor ist die sogenannte Windhöffigkeit, also das durchschnittliche Windaufkommen an diesem Standort. Um dies in der Vorbereitungsphase zu überprüfen, muss der Investor erste, eigene Windmessungen durchführen. Hierfür bedient er sich meist entweder sogenannter LIDAR-Messungen über wenige Monate oder Messungen mittels Ballonaufstiegen. Diese Erstmessungen geben einen ersten Hinweis auf das Windaufkommen. Im Zusammenspiel mit den anderen Wirtschaftlichkeitsfaktoren wie Zinsen, ungefähre Einspeisevergütung und vielem mehr kann er eine allererste Wirtschaftlichkeit berechnen.

Meinungen

Karl-Heinz Schill

Ein Ausstieg aus der Atomkraft gelingt nur durch den schnellen Ausbau erneuerbarer Energien. Die Windenergie ist hierbei eine wichtige Energiequelle. […]

Karl-Heinz SchillOrtsvorsteher Prechtal

Daten zum Windpark

85.000.000 kWh

Stromerzeugung pro Jahr

25.000 Haushalte

Versorgung durch Windenergie

43.350 t

CO2 können vermieden werden

Aktuelle News

UVP-Erörterungstermin überraschend abgesagt

Der für den 19. Juli anberaumte Erörterungstermin im Rahmen…

Erörterungstermin UVP Gschasikopf am 19. Juli

Das Landratsamt Emmendingen als Genehmigungsbehörde hat nun…

Offenlage der Unterlagen im UVP-Verfahren Gschasikopf

Im Verlauf der Umweltverträglichkeitsprüfung haben alle Bürgerinnen…