Projektbeteiligte

An den beiden Windparks im Elztal auf dem Gschasikopf und Tafelbühl/Eckle sind folgende Akteure aktiv beteiligt.

Der GVV Elzach mit seinen drei Mitgliedskommunen Elzach, Winden im Elztal und Biederbach ist Initiator der beiden geplanten Windparks. Bereits 2012 begann der GVV mit der Planung zur Ausweisung von Konzentrationszonen für Windkraft, um einer Verspargelung des zum Teil sehr windhöffigen Gemarkungsgebietes entgegenzusteuern. Es wurden an unterschiedlichen Standorten Konzentrationszonen ausgewiesen, die sich vor allem durch ihr hohes Windaufkommen auszeichnen. Diese sind unter anderem auf dem Gschasikopf, dem Tafelbühl/Eckle, auf dem Rohrhardsberg, sowie am Rotzel in Biederbach an der Grenze zu Schuttertal. Diese Konzentrationszonen wurden im Rahmen eines Flächennutzungsplans des GVV Elzach in 2015 rechtskräftig.

Der GVV Elzach als interkommunaler Zusammenschluss hat in diesem Gesamtprojekt die Steuerungshoheit. Zudem hat er der KGOE (siehe unten) weitere Aufgaben zur Umsetzung dieses Windprojektes übertragen. Um sich mit dem Thema Windkraft auch fachlich wirksam auseinandersetzen zu können wurde bereits in 2012 aus den Mitgliedern der drei Gemeinderäte von Biederbach, Elzach und Winden im Elztal ein Arbeitskreis Windkraft gebildet, der als Fachausschuss Entscheidungen des GVV Elzach vordiskutiert und berät. Politisches Ziel des GVV Elzach ist eine landschaftsverträgliche Planung entstehender Windparks und die Sicherstellung, dass die Wertschöpfung aus dem Bau und Betrieb von Windparks im oberen Elztal auch im Elztal bleibt.

Die KGOE (Kommunale Grundstücksgesellschaft Oberes Elztal GmbH) ist im Besitz der drei Kommunen Elzach, Winden und Biederbach. Ihr Geschäftsführer ist der amtierende Bürgermeister von Elzach, Roland Tibi. Die KGOE wurde mit dem Ziel gegründet, Pachtentgelte, die aus dem Bau und Betrieb von Windparks resultieren, fair und gerecht auf möglichst alle betroffenen Grundstückseigentümer im Elztal zu verteilen. Die KGOE ist ebenfalls Initiator für die finanzielle Bürgerbeteiligung und verantwortlich für die operative Steuerung der Windpark-Aktivitäten des GVV Elzach.

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ENERCON gehört seit über 30 Jahren zu den Technologieführern in der Windenergiebranche. Als erster Hersteller setzte das Auricher Unternehmen auf ein getriebeloses Antriebskonzept, das kennzeichnend für alle ENERCON Windenergieanlagen ist. Auch in Bereichen wie der Rotorblattkonstruktion, Regelungstechnik oder Netzanbindung setzt ENERCON bis heute technologische Maßstäbe. Sämtliche Schlüsselkomponenten werden selbst gefertigt. Diese beispiellos hohe Fertigungstiefe sichert den hohen Qualitätsstandard und die Zuverlässigkeit von ENERCON Windenergieanlagen.

Neuester Anlagentyp ist die E-115 mit 3.000 Kilowatt Nennleistung, die auch im Elztal eingesetzt wird. Insgesamt hat ENERCON weltweit über 25.570 Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 41,1 Gigawatt errichtet (Stand 4/2016).

ENERCON sieht es als große Herausforderung an, die Versorgung mit regenerativen Lösungen weltweit und gleichzeitig eng verbunden mit lokalen Akteuren voranzutreiben. Deshalb strebt ENERCON eine enge Kooperation mit dem GVV Elzach und seinen Bürgerinnen und Bürgern vor Ort an. Mit den Windprojekten soll nicht nur klimafreundlicher Windstrom erzeugt, sondern auch die lokale Wertschöpfung maximiert werden. Die Kooperation mit dem GVV Elzach stellt ein weiteres Pilot-Projekt in der engen Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Kommunen vor Ort und ENERCON als international agierendem Unternehmen dar.

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Das Planungsbüro ö:konzept aus Freiburg im Breisgau kann auf über 30 Jahre Kartier- und Planungserfahrung in Baden-Württemberg zurückgreifen. Es kartiert die ökologischen Grundlagen, Wuchsverhältnisse, Tier- und Pflanzenarten sowie schützenswerte Flächen, und erstellt daraus Fachgutachten. Das Büro beschäftigt sich seit 2013 mit den artenschutzfachlichen und naturschutzfachlichen Verhältnissen im Vorhabensgebiet der beiden Windparks. Daraus leiten sich ihre forst- und naturschutzfachlichen Gutachten ab.

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Das Freiburger Institut für angewandte Tierökologie (FrInaT) ist aufgrund wegweisender Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen zum Thema Fledermäuse und Windkraft in Deutschland bekannt. Es gehört auch zu den anerkanntesten Gutachtern in diesem Themenfeld. An den geplanten Windparkstandorten am Gschasikopf und Tafelbühl/Eckle führte das Institut in den Jahren 2013 und 2014 umfangreiche Erfassungen der Fledermäuse durch.

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endura kommunal berät und begleitet Gemeinden, Städte, Stadtwerke und kommunale Gebietskörperschaften bei den Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Das Unternehmen erstellt Energiekonzepte und begleitet erneuerbare Energieprojekte wie Nahwärmenetze, Blockheizkraftwerke oder Windparks in die Realisierung. Für die beiden Windparks Gschasikopf und Tafelbühle/Eckle hat endura kommunal das Pacht-Pooling-Verfahren und Investorenauswahlverfahren im Auftrag des GVV Elzach durchgeführt und berät und begleitet den GVV Elzach und die KGOE im Rahmen des gesamten Projektentwicklungsprozesses in technischen und rechtlichen Fragen. Endura kommunal steht für sämtliche Kommunikationsaufgaben als Ansprechpartner zur Verfügung.